BERO

  • Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Home INNOVATIONEN Rollladentechnik

Rollladentechnik

Die Wahl des richtigen Deckels entscheidet über das Dämmniveau.


Er ist das Rückgrat der Rollladenkasten-Wärmedämmung. Bei der Wahl der Bauart von Mauerwerks-Rolladenkasten wird sich nach wie vor häufig für den Bautypus mit innerem Revisionsdeckel entschieden.
 

Diese traditionelle Art des Zugangs in das Rollladenkasteninnere erfreut sich neben den vertretern der raumseitig geschlossenen Zunft nach wie vor großer Beliebtheit.

Auch die Grundlagen der Energieeinsparverordnung (EnEV) ermöglichen ja weiterhin den Einsatz in Rollladenkästen, da diese an keiner Stelle auf irgendeine konstruktive Bauartbeschränkung hinweist. Die im Rahmen der EnEV gesetzlich mit geltende DIN 4108 (Beiblatt 2) versucht auch hier einen neutralen Weg zu gehen: In der Übersicht der Rollladenkasten-Einbaudetails werden Mischbauformen gezeigt, die bekanntermaßen so gar nicht konstruktiv umsetzbar sind.

Hier handelt es sich einzig und allein um Prinzipdarstellungen, was leider immer wieder von übereifrigen Gutachtern missachtet wird. Diese glauben zum Teil immer noch, dass das Rollladenkasteninnere mit einer 60 Millimeter dicken Wärmedämmung vollständig ausgekleidet sein muss. Dass dies nicht so ist, sollte mittlerweile allen bewusst sein, immerhin weist die aktuelle Fassung des Beiblatts 2 keine vermaßten Dämmschichten mehr aus!
Einzig und allein die beiden hinreichend bekannten Kennwerte "Psi" und "fm" (Temperaturfaktor) entscheiden über die wärmedämmtechnische Qualität eines Mauerwerks-Rollladenkastens im vollständig eingebauten Zustand. Für die uneingeschränkte Verwendung des Wärmebrückenbonus im Rahmen der EnEV-Gebäudeenergiebilanz ist es eben wichtig, das der Psi-Wert unterhalb des von der DIN 4108 Beiblatt 2 vorgegebenen Grenzwertes liegt, der Rollladenkasten im eingebauten Zustand somit „Beiblatt 2-konform" ist.

Neben dieser thermischen Gleichwertigkeit darf gleichzeitig die niedrigste innere Oberflächentemperatur den Wert von 12,6 Grad Celsius nicht unterschreiten. Diese Temperaturgrenze entspricht bekanntermaßen einem Temperaturfaktor von fRsi = 0,70 bei einer Außenlufttemperatur von minus fünf Grad und einer Innenraumlufttemperatur von plus 20 Grad. Die kritische Stelle ist dabei immer der Übergang von Fensterblendrahmen zum Rollladenkasten. Bei der hier betrachteten Bauart mit innerem Revisionsdeckel wird deutlich, dass dem Wärmedämmvermögen des Deckels so eine tragen Rolle zukommt.

Doch existieren irgendwelche Zusatzanforderungen an den Verschlussdeckel als Einzelbauteil, die wirklich wärmedämmtechnisch relevant wären? Kurze Antwort: nein! Diese Antwort wird sicher viele überraschen, gibt es doch die Anforderungen an den Mindestwärmeschutz, die in der DIN 4108 „Teil 2 (Achtung: Unterschied zu „Beiblatt 2 beachten) festgelegt werden. Demnach soll der Mindestwärmeschutz erfüllt sein, wenn der Rollladenkastendeckel einen Wärmedurchlasswiderstand in Höhe von R - 0,55 m²K/W einhält. Dass dieser altbekannte Wert aus Jahrzehnten weit vor der Energieeinsparverordnung hier vermerkt ist, dürfte sicher historischen Gründen zuzuschreiben sein.

[Quelle: architektur+sonnenschutz 7-8/2005]

 



Die Lösung von BERO: Rolladenkastendeckel mit Neopor- und Schaumstoffdämmung